Soja Protein ist ein pflanzliches Protein, welches aus der asiatischen Soja-Pflanze beziehungsweise den Bohnen davon gewonnen wird. Es hat eine gute biologische Wertigkeit von cirka 80%, zum Vergleich, Rindfleisch hat ebenso einen Wert um die 80%.


Der Vorteil, durch den sich dieses Protein auszeichnet und sich von anderen vegetarischen Nahrungsergänzungen wie Reisprotein abhebt, ist der, das hier ein vollständiges Aminosäurenprofil enthalten ist, sprich alle neun essentiellen Aminosäuren(das sind die Grundbausteine aus denen Proteine zusammengesetzt sind) die der menschliche Körper nicht von selbst synthetisieren kann. Ausserdem benötigt er diese zusätzlich um andere Schlüsselproteine wiederum selbst herstellen zu können.


Im Vergleich zwischen den tierischen und pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln, des im Pulver enthaltenen Glutamin Gehalts, hat sogar das Soja Protein die Nase vorn.
Da die Sojapflanze von Natur aus immens viele Bitterstoffe enthält, und ein Pulver nur durch aufwendige Herstellungsprozesse zustande gebracht werden kann, bei denen unter anderem auch organische Lösungsmittel wie Hexan zur Sojamehl Gewinnung verwendet werden, ist es in diesem Punkt sehr umstritten, da Personen meistens zu pflanzlichen Produkten wechseln um einen gesünderen, natürlicheren Lebensstil zu wählen und möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu sich nehmen, was bei tierischen Produkten meist nicht mehr gegeben ist, allerdings widerspricht sich das Ganze, wenn man um die Hintergründe bei der Produktion von Soja Protein Bescheid weiss.


Für wenn sind Soja Proteine gedacht

Das Soja Protein ist vor allem für Personen geeignet, welche tierische Produkte weitgehend meiden möchten, beziehungsweise eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise an den Tag legen, da es reichhaltig an Proteinen, den darin enthaltenen Aminosäuren und Nährstoffen ist. Ausserdem bietet es auch eine sehr gute Alternative für Leute mit einer Laktoseintoleranz oder auch einer Glutenunverträglichkeit, da bei der Herstellung aus den Sojabohnen keinerlei Berührung mit Laktose und Gluten stattfindet. Ein weiterer Vorteil dieses pflanzlichen Proteins ist, das es im Vergleich zu beispielsweise Whey Protein, kein Cholesterin enthält, daher ist es auch perfekt für Menschen mit erhöhtem Cholesterinaufkommen, die trotz allem ihren Körper mit ausreichend Protein versorgen möchten. Zusätzlich bietet sich für all jene, die nicht auf das klassische Whey verzichten möchten, die Möglichkeit, es mit anderen Pulvern zu mischen um deren biologische Wertigkeit zu erhöhen.


Das durch die Sojabohnen das Pulver reine Geschmacksache ist, wie man es vielleicht von anderen Molkeproteinprodukten gewöhnt ist, sollte dabei klar sein. Der cremige Geschmack wie bei beispielsweise Whey Protein oder einem Casein kommt dabei nicht so heraus, sollte man also keiner der Hartgesottenen "Proteinkampftrinker" sein, und man nicht unbedingt auf Soja Protein angewiesen ist, sollte man sich vor dem Kauf überlegen, ob eine Anschaffung auch sinnvoll ist.

Die Anwendung dieses Produkts geht je nach Ziel des Konsumenten quantitativ hoch oder runter. Ist das Ziel Muskelaufbau, wird auf eine Einnahme von circa zwei bis drei Shakes gedacht. Davon wird empfohlen eine Portion nach dem Aufstehen zu nehmen, eine nach dem Training und eine vor dem Schlafengehen. Nach dem Training empfiehlt sich dieses Produkt alleine deshalb, da aufgrund der bereits oben angeführten Aminosäure, dem Glutamin, eine gesteigerte Regeneration des Körpers beziehungsweise den Muskeln bewirkt werden soll. Eine Portion/ein Shake enthält dabei in etwa 30g Pulver zu 250ml Wasser oder Milch. Die meisten Hersteller geben zu den Protein Produkten geeignete Messlöffel hinzu.
Sollten Veganer Soja Protein ergänzend zu sich nehmen, um ihren täglichen Eiweissbedarf decken zu können, da es in einer veganen Lebensweise durchaus zu Mangelerscheinungen kommen kann, sollten diese es durchaus auf ihre bisherige Ernährung anpassen, um daraufhin die richtige Menge zu konsumieren und um keinen Überschuss zu generieren.

Nebenwirkungen von Soja Protein

Bei den Nebenwirkungen bezüglich des Soja Proteins gehen die Meinungen oft auseinander. Da die Sojapflanze sich von Natur aus vor Frassfeinden mittels pflanzeneigenen Hormonen schützt, und diese den weiblichen Östrogenen struktuell ähnlich aufgebaut sind, breitet sich die Sorge unter Konsumenten aus, dass diese dem ambitionierten Sportler beim Ziel des Muskelaufbaus im Wege stehen und dabei sogar das Gegenteil, nämlich Muskelabbau, bewirken können. Obwohl es Studien gibt, die dem Ganzen widersprechen, aber eben andere die der Aussage auch wieder zustimmen, liegt es wohl am eigenen Körper wie er die Nahrungsergänzungen verarbeitet. Daher ist es Jedem zu Raten sich selbst zu beobachten, etwaige Veränderungen am Körper festzustellen und dementsprechend zu handeln. Wie so oft heisst es auch hier, die Dosis macht das Gift, daher sollte jede Nahrungsergänzung bedarfsgerecht angepasst werden.