Eisen ist ein essentielles Spurenelement, das für den menschlichen Organismus lebensnotwendig ist. Dieses Mineral, das im

Körper nur in kleinsten Mengen vorkommt, kann nicht selbst hergestellt werden, sondern muss dem Körper in ausreichender Menge zugeführt werden.

Es wird zur Blutbildung benötigt und sorgt für den Transport von Sauerstoff, der über die Lunge aufgenommen wird. Dabei bindet sich der Sauerstoff an das Eisen im Inneren von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff. Über Adern und Venen wird der Sauerstoff mit dem Blut zu Zellen und Organen transportiert. Sauerstoff ist der Kraftstoff, der unseren Körper mit Energie versorgt. Jede einzelne Zelle braucht Sauerstoff. Muskeln, Gehirn, Verdauung, Herz und Kreislauf könnten ohne Sauerstoff nicht arbeiten.

Allein auf diesem Transport funktioniert die Versorgung des gesamten Organismus mit Sauerstoff. Eine ausreichende Menge von Hämoglobin muss sich immer im Blut befinden, damit überhaupt ein Sauerstofftransport stattfinden kann.

Aber auch für das Immunsystem und den Stoffwechsel ist dieses Mineral von großer Bedeutung.

Drei bis fünf Gramm sind im Organismus aktiv und müssen täglich ergänzt werden. Der Bedarf pro Tag liegt etwa bei 1,5 bis 2,5 Milligramm. Allerdings sollte die zehnfache Menge zugeführt werden, da dieses Mineral schlecht verwertbar ist. In der Schwangerschaft ist der Bedarf fast doppelt so hoch.

Bekommt der Organismus nicht genug Eisen, kann er kein Hämoglobin produzieren und somit nicht genug lebensnotwendigen Sauerstoff transportieren.

Symptome von Eisenmangel

Eisenmangel kann vielerlei Ursachen haben. Die häufigste Ursache ist Mangelernährung. Dem Körper wird entweder generell zu wenig Nahrung zugeführt oder der Mensch ernährt sich extrem einseitig.

Starke Blutungen wie eine zu starke Menstruation oder Tumore können ebenfalls eine erklärbare Ursache für den Mangel dieses lebensnotwendigen Minerals sein. Blutspender brauchen mehr Zufuhr an Eisen, da durch den künstlich herbei geführten Blutverlust viel Eisen verloren geht.

Lässt bei einem Sportler die Leistung nach, kann ein Mangel an Eisen die Ursache sein. Durch das Schwitzen verliert er außergewöhnlich viel Eisen. Sportliche Menschen sollten deshalb mindestens ein Drittel mehr Eisen aufnehmen als Nichtsportler.

Starke Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und eine auffallend blasse Gesichtsfarbe können auf einen Eisenmangel hinweisen. Treten diese Erscheinungen regelmäßig auf und verbessern sich nicht von alleine, kann es sich durchaus um Symptome handeln. Hier ist höchste Aufmerksamkeit gefordert und es wird geraten, vorsichtshalber einen Arzt aufzusuchen.

Weitere Symptome:

  • Kopfschmerzen
  • brüchige Fingernägel
  • Sodbrennen
  • Risse in den Mundwinkeln
  • Schlafstörungen
  • Nackenverspannungen
  • Schwindel


Einer besonderen Aufmerksamkeit bedarf es, wenn es zu unerklärlichem Haarausfall kommt. In schweren Fällen fallen ganze Haarbüschel aus und es bilden sich kahle Stellen. Eine sofortige Behandlung mit Eisenpräparaten unter Aufsicht eines Mediziners ist in diesem Fall anzuraten.

Bevor jedoch eine Eigenmedikation vorgenommen wird, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden, der durch einen Bluttest einen tatsächlichen Mangel nachweist.

Wird ein nachgewiesener Eisenmangel nicht behandelt, kann als Folge Blutarmut entstehen.

Eisenmangel

Eisengehalt verschiedener Lebensmittel


In unserer hektischen Zeit ist der Griff zum Fast Food als Ersatz für eine vollwertige Mahlzeit keine Seltenheit. Zur Regel sollte diese Art der Ernährung aber nicht werden. Denn die schnellen Speisen zeichnen sich nicht gerade durch wertvolle Inhaltsstoffe aus.

Wer sich bewusst und abwechslungsreich ernährt, kann allein dadurch schon einem Eisenmangel vorbeugen. Fleisch, Innereien, Getreide und Hülsenfrüchte haben einen hohen Eisengehalt. Die Liste aller Lebensmittel führt jedoch die Petersilie in getrocknetem Zustand an. In 100 Gramm Petersilie stecken knappe 98 Milligramm Eisen. Dies sei aber nur am Rande erwähnt, da kaum ein Mensch seinen Bedarf an Eisen aus getrockneter Petersilie decken kann. Außerdem kann der Organismus Eisen aus pflanzlichen Quellen schlechter verwerten als aus tierischen Quellen.

Viel wichtiger ist Roggen- oder Knäckebrot mit einem Eisengehalt von 3,4 bzw. 3,3 mg auf 100 Gramm. Wer gerne Fleisch, Fisch und Geflügel verzehrt, dürfte kaum über Eisenmangel klagen. Eine Schweineleber hat einen hohen Gehalt an Eisen: 22,1 mg/100 Gramm. Geflügel kommt auf 2,6 mg/100 Gramm.

Getränke wie Obstsäfte und Mineralwasser haben zwar nur einen Eisengehalt von 0,5 bzw. 0,2 mg, sind aber durch die getrunkene Menge eine gute Quelle für Eisen.

Weitere Quellen:

  • Rindsfilet 3,3 mg
  • Grüne Bohnen 3,3 mg
  • Mais 8,8 mg
  • Kakaopulver 12,5 mg
  • Mais 1,2 mg

Und keine Angst: Eisen wird durch den Kochvorgang nicht zerstört. Noch ein Tipp: Eine optimale Verwertung des Eisens erreicht man durch den gleichzeitigen Verzehr von Vitamin C. Ein Glas frischgepresster Orangensaft ist das optimale Getränk.

Haarausfall durch Eisenmangel

Jeder Mensch verliert täglich ein paar Haare. Der eine mehr, der andere weniger. Dieser Haarverlust kann erblich bedingt sein, er kann aber auch mit einem Mangel an Eisen und einem zu niedrigen Ferritinwert zusammenhängen. Männer haben grundsätzlich eine häufigere Tendenz zum Verlust des Haupthaares, die meistens erblich bedingt ist. Über 50% aller Frauen zwischen 35 und 60 Jahren leiden heute unter Haarausfall. Hier ist ein Eisenmangel nicht auszuschließen.

Die Zellen in den Haarfollikeln teilen sich sehr oft und benötigen daher viele Vitamine, Nährstoffe und eben auch Spurenelemente wie Eisen. Der Mangelzustand entsteht, wenn die Zufuhr eingeschränkt ist oder zu viel Eisen verloren geht. Das Haar wird erst spröde und brüchig und fällt aus.

Wer täglich mehr als 200 Haare verliert, sollte dies als erstes Alarmzeichen deuten. Wird der Haarverlust speziell beim Waschen oder Bürsten auffällig und geht von alleine nicht zurück, sollte der Arzt konsultiert werden. Der richtige Ansprechpartner für dieses Krankheitsbild ist der Hautarzt.

Auch wenn ein Haarausfall gerade bei Frauen unschön aussieht, besteht kein Grund zur Verzweiflung. Eine ausgewogene eisenhaltige Ernährung und Eisenpräparate helfen den Haaren und der Kopfhaut sich zu regenerieren.

Wird tatsächlich ein Eisenmangel festgestellt, der die direkte Ursache für Haarausfall sein kann, wird es aber noch mehrere Monate dauern, bis sich der Zustand der Haare wieder normalisiert hat.