Warum der Mensch Magnesium braucht

Magnesium gehört zu den sogenannten Essentiellen Stoffen und muss dem Körper jeden Tag in ausreichender Menge zugeführt werden.

Jeder Organismus, egal ob Mensch oder Tier, braucht diesen Mineralstoff, der für eine optimale Leistungsfähigkeit und eine einwandfreie Funktion des Körpers sorgt. Dieser Mineralstoff ist lebensnotwendig, kann aber vom menschlichen Körper nicht selbst produziert werden. 300 bis 350 mg braucht der Mensch davon täglich.

Für den Energiestoffwechsel ist Magnesium von äußerster Bedeutung. Auch für die Nerven- und Muskelfunktion ist es unerlässlich. Wesentlichen Anteil hat dieser Mineralstoff für die Knochenfestigkeit und für den Muskelaufbau.

Magnesium hilft, die Nerven zu beruhigen, weswegen es auch als "Salz der inneren Ruhe" bezeichnet wird. Diese Bezeichnung kommt von der Eigenschaft, den inneren Stress einzudämmen. Zudem wirkt das Mineral auf den Wasserhaushalt und auf die Regulation der Körperwärme ein. Magnesium ist unentbehrlich für die Leistungsfähigkeit von Herz, Lunge, Muskeln, Nerven sowie der Vitalität. Es steigert die Sauerstoffzufuhr, fördert die Fettverbrennung, stabilisiert den Blutzucker und sorgt für Ausgeglichenheit.

Insgesamt hilft das Mineral bei ca. 300 chemischen Reaktionen im menschlichen Körper mit und ist dadurch ein lebenswichtiges Spurenelement.

Magnesiummangel und die Symptome

Wird dem Körper nicht genug Magnesium zugeführt, kann dies fatale Folgen haben. Angefangen bei leichten bis mittleren Kopfschmerzen oder allgemeiner Konzentrationsschwäche kann ein Mangel auch zu schwerwiegenderen Problemen wie einer fehlerhaften Muskelstruktur des Herzens führen. Dies macht sich durch Herzrasen und Herzklopfen bemerkbar.

Jeder kennt wohl die Situation, dass nach einem anstrengenden Fußballspiel, einem Tennismatch oder einem Zumba-Abend Wadenkrämpfe auftreten. Nach einer sportlichen Aktivität kann dies durchaus mal passieren. Wenn aber immer öfter und unvermittelt im Schlaf fürchterliche Wadenkrämpfe auftreten, ist das ein erstes Alarmzeichen. Das deutet schon auf einen Mangel hin und ist ein typisches Symptom, wenn es regelmäßig auftritt.

Unangenehm und ein deutliches Symptom sind ständig kalte Hände und Füße. Wenn sich dann die Hände und Füße auch noch taub anfühlen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Bei einem Magnesiummangel sind Kinder anfälliger für Infekte und bei Säuglingen kann es zu einer verspäteten Zahnung kommen. Schulkinder leiden unter Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen sowie Bauch- und Kopfschmerzen.

Oftmals werden die ersten Symptome auf die leichte Schulter genommen, weil sie gar nicht als solche erkannt werden. Das Kribbeln in den Händen oder die ständigen Kopfschmerzen werden schon mit der Zeit vergehen. Hier ist aber äußerste Vorsicht geboten. Vergehen diese Symptome nicht von alleine, ist ein Arzt aufzusuchen.

Häufen sich die Symptome, kann der Hausarzt den Magnesiumspiegel im Blut feststellen und verordnet entsprechende Medikamente, um den Vorrat im Körper aufzufüllen. Eine Selbstmedikation in Form von beispielsweise Brausetabletten aus der Drogerie ist umstritten, schadet aber nicht. Was zu viel ist, wird wieder ausgeschieden.{adselite}

  • Müdigkeit
  • Innere Unruhe
  • Kalte Füsse
  • Kopfschmerzen
  • Geräuschempfindlichkeit
  • Taubheitsgefühl in Händen und Füssen
  • Übermässiges Schlafbedürfnis
  • Herzklopfen
  • Schwächegefühl
  • Rasche Erschöpfbarkeit

Ursachen für Magnesiummangel

Ein krankhafter Magnesiummangel entsteht einerseits dadurch, dass der Körper zu wenig von diesem Mineral aufnimmt und andererseits durch zu schnelles Ausscheiden. Ein Mangel entsteht durch einseitige Ernährung wie z.B. bei einer Diät, bei generell geringer Zufuhr von Nahrung und bei erhöhtem Bedarf.

Ein erhöhter Bedarf tritt ein bei Schwangerschaft, Dauerbelastung im Beruf, starken sportlichen Aktivitäten und bei Stress.

Auch genetische Veranlagungen spielen eine Rolle sowie verschiedene Erkrankungen:

  • Alkoholismus
  • chronische Darmerkrankungen
  • Diabetes
  • chronische Nierenerkrankungen

Magnesiumreiche Lebensmittel

Wer sich ausgewogen und regelmäßig ernährt, fördert einen ausgeglichenen Magnesiumhaushalt in seinem Körper. Mineralwasser ist ein hervorragender Lieferant für dieses lebensnotwendige Spurenelement. Das Etikett auf der Rückseite der Wasserflasche informiert über die Zusammensetzung. Ein Apotheker gibt sicherlich gerne Auskunft, ob gerade dieses Mineralwasser ein guter Magnesiumlieferant ist.

Grüne Gemüsesorten, Früchte und Getreide haben einen hohen Magnesiumgehalt und sichern die notwendige Tagesmenge:

  • Bananen
  • Reis und Haferflocken
  • Bohnen, Erbsen, Spinat
  • Mineralwasser
  • Knäckebrot, Weizenvollkornbrot
  • Erdnüsse und Haselnüsse


Die Liste der empfehlenswerten Nahrungsmittel ist keineswegs vollständig und dient nur als Anhaltspunkt.

Bei schweren Symptomen sollte der Arzt konsultiert werden, der möglicherweise noch Zusatzpräparate verordnet.

Lebensmittel mit reichlich an Magnesium pro 100g

Lebensmittel in mg pro 100g
Sonnenblumenkerne 420mg
Hirse 269mg
Erdnüsse 170mg
Haselnüsse 156mg
Reis 164mg
Weizen 146mg
Haferflocken 139mg
Roggen 120mg
Weizenvollkornbrot 92mg
Knäckebrot 68mg
Vollkornnudeln 67mg
Spinat 53mg
Butterkäse 36mg
Emmentaler 31mg
Bananen 37mg
Roggenbrot 33mg