Das Vitamin B6 wird auch als Pyridoxin bezeichnet und ist im menschlichen Körper für eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen verantwortlich.

Kein Wunder also, dass sich Experten längst darüber einig sind, dass einige Krankheiten nur infolge eines Vitamin B6-Mangels entstehen. Biochemiker haben herausgefunden, dass immerhin 110 verschiedene Krankheitsbilder und Beschwerden auf einen Mangel an diesem Vitamin zurückzuführen sind.

Vitamin B6 in der Forschung

Das Vitamin B6 wurde bereits im Jahr 1934 entdeckt, in den Folgejahren jedoch recht stiefmütterlich behandelt. Doch gerade in den letzten Jahren konnten zahlreiche neue Erkenntnisse über dieses Vitamin gewonnen werden. Vielen Menschen kommen diese neuen Forschungen zugute, da sie nun einfach die Pyridoxinkonzentrationen in ihrem Blut erhöhen müssen, um diverse Beschwerden zu lindern.

Folgen eines Vitamin B6-Mangels

Das Vitamin B6 ist in zahlreichen Zellen unseres Körpers vorhanden und erfüllt hier eine Vielzahl lebenswichtiger Aufgaben. Eine der Hauptfunktionen dieses Vitamins ist es dabei, den Stoffwechsel der Aminosäuren, also der Eiweißbestandteile, zu unterstützen. Immerhin gilt Eiweißmangel als ein Auslöser für eine Vielzahl von Erkrankungen. Auf der anderen Seite gilt es als genauso ungesund, zu viel Eiweiß zu sich zu nehmen. Wer beispielsweise drei Mal am Tag Fleisch oder Wurst isst, muss das Vitamin B6 aus dem Darm und der Leber verstärkt arbeiten, um dieses Eiweiß zu verwerten. Somit fehlt dieses dann leider an anderer Stelle. Gift für den Körper ist auch zu viel Stress. Dieser nämlich bewirkt, dass die Nebennieren vermehrt Stresshormone ausscheiden, was wiederum für einen erhöhten Eiweißstoffwechsel sorgt. Somit werden die letzten B6-Reserven des Körpers angegriffen.

Das Zusammenspiel von Eiweißverwertung und dem Pyridoxin im Körper ist also eine gewisse Gratwanderung, die schnell überschritten wird.

Arten der Aminosäuren

Spricht man von Aminosäuren, denkt man an Eiweiß. Kaum einer jedoch weiß, dass es unzählige Typen von Aminosäuren gibt. Prolin oder Zystein beispielsweise sind zwei Aminosäuren, die für das Bindegewebe verantwortlich sind, während Valin, Isoleuzin oder Leuzin sogenannte Muskelaminosäuren sind. Für Gehirn und Nerven wiederum sind die Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin, Tryptophan, Methionin und Histamin verantwortlich. Wer zu wenig von diesem Nerveneiweiß in seinen Zellen hat, neigt schnell zu Depressionen.

 

Einen Mangel am Vitamin B6 kann man unter anderem an folgenden Symptomen gut erkennen:

- Müdigkeit

- Depressionen

- Angstzustände

- Immunschwäche

- Nervosität

- Haarausfall

- Kreislaufstörungen

Alleskönner Pyridoxin

Dieses Vitamin erfüllt in unserem Körper unendlich viele Funktionen. Neben der Kontrolle des Eiweißhaushaltes sorgt es beispielsweise auch für ein ausgewogenes Verhältnis von Natrium und Kalium in unserem Blut. Für unser Nervensystem ist dies von immenser Bedeutung.

Wie viel Pyridoxin benötigt ein Mensch am Tag?

Zwei bis drei Milligramm des Vitamins sind pro Tag in der Regel völlig ausreichend. In einigen Ausnahmesituationen, etwa bei sehr viel Stress oder in der Schwangerschaft, benötigt der Körper jedoch mehr dieses Vitamins. Gleiches gilt bei älteren und kranken Menschen, Patienten mit Herzproblemen oder auch Frauen, welche die Antibabypille einnehmen. {adselite}Auch werden bei vielen Menschen nur etwa 60 Prozent dieses lebenswichtigen Vitamins vom Körper verwertet - auch in diesem Fall ist es also nötig, mehr als die zwei bis drei Milligramm pro Tag zu sich zu nehmen.

Eine gesunde Ernährung ist das A und O

Bei einer sehr ungesunden Ernährung, die täglich nur aus fetter Wurst, Weißbrot oder Pommes besteht, werden die Eiweiße in der Regel nur teilweise verwertet und so wieder aus dem Körper ausgeschieden. Das Eiweiß ist dann praktisch nur noch ein Abfallprodukt und nützt dem Körper nur wenig.

Hier noch eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Funktionen des Vitamins B6:

- Eiweißverwertung

- Produktion von roten Blutkörperchen

- Blutzuckerspiegel

- Wasserhaushalt

- Magensäure

- Haarwuchs

In welchen Lebensmitteln steckt nun aber besonders viel des Vitamins B6?

100 Gramm Lachs beispielsweise enthalten etwa 0,98 Mikrogramm Pyridoxin - damit gilt der Lachs als ein Spitzenreiter. Doch auch Sojabohnen, Weizenkeime und Hühnerfleisch enthalten verhältnismäßig viel dieses lebenswichtigen Vitamins.